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DIAGNOSE SYMPTOME INFEKTIONSPROZESS BEHANDLUNGEN DERMATOZOENWAHN BORRELIOSE

Morgellons Diagnose

Copyright M-R-O

MORGELLONS DIAGNOSE (2007-2016)

Diagnose  +  Prognose


In der Initialphase einer Infektion (siehe auch Infektionsprozess) ist eine eindeutige Anamnese/Diagnose äusserst schwierig. Da Morgellons per se keine Hauterkrankung ist, sondern systemisch. Anfänglich sind manchmal mehr und manchmal weniger Pusteln, Bläschen oder Rötungen zu sehen, die Insektenstichen gleichen. Vermutlich bedingt durch eine Enzymfreisetzung mit nachfolgender, überallergischer Reaktion (Histaminausschüttung) der Haut. 

Deshalb sollte eine simple Hautbegutachtung nicht als einziges Kriterium zur definitiven Krankheitserkennung dienen. Da dann, die Infektion/Infestation vorwiegend noch subkutan in tieferen Hautschichten, Magen-Darmtrakt, Lymphsystem und Lymphknoten verläuft, und erst nach Wochen oder Monaten sich mit typischen Hautsymptomen manifestiert. 

Vorab kann man aber sagen, dass Morgellons eigentlich ein Synonym ist für eine ansteckende Agrobakteriose, die
von
unterschiedliche Bakterien verursacht wird. Diese Bakterien werden eigentlich in der Agrikultur verwendet als biologische Biopestizide, Pflanzenwachstumspromoter (Stickstoffbindung), horizontaler Gentransfer (Glyphosatpflanzen), usw. 

Alle Bakterien befinden sich in einem einzigen Biofilm, der sich filamentös ausbreiten kann. Daher auch die Filamentbildung. Manche Pathogene wurden auch genetisch manipuliert. Leider sind Agrobakteriosen verursacht durch Agrikulturbakterien (Rhizobium radiobacter, B. megaterium usw.) bis dato als Humanpathogene noch unbekannt für die meisten Mediziner und Humanlaboratorien, obwohl es hierzu schon genügend medizinische Fallbeispiele gibt. 

Quelle: Agrobakterium als Humanpathogen

Quelle:  Agrobacterium and relation to Morgellons

Quelle:  Common Plant Vector A. tumefaciens injects Genes into Human Cells

Mittlerweile, seit erstmaliger Verwendung in den 1980` Jahren, wurden solche Agrobakterien weltweit schon öfters als Krankenhauskeime diagnostiziert, obwohl laut Biotech-Firmen, die diese vertreiben, ihre biologischen Produkte keine Gefahr für Mensch und Tier darstellen sollen. Ausser, dass bei immunschwachen Individuen kollaterale Schäden auftreten könnten. 

Siehe untere Quellangaben zu Agrobakterien-Krankenhauskeime:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1201971208000878

http://www.seq.es/seq/0214-3429/30/1/chanza25nov2016.pdf

http://www.microbiologyresearch.org

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC130740/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8086552/

https://academic.oup.com/cid/article/38/1/149/355862/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4985768/

http://cid.oxfordjournals.org/content/38/1/149.full 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3133165/

http://www.nature.com/bmt/journal/v26/n1/full/1702470a.html

http://path.upmc.edu/cases/case98/dx.html

Rhizobium radiobacter, oder anders genannt Agrobacterium tumefaciens oder A. radiobacter usw. kann systemische Erkrankungen erzeugen, und ist neben Bazillus megaterium, einer der Haupterreger der Morgellons-Erkrankung. B. megaterium kann z. B. antraxähnliche kutane Wunden erzeugen.

Morgellons lesions of a sufferer from USA

Antraxähnliche Wunden

Er gilt momentan immer noch  als opportunistischer Keim, der bei immunschwachen Individuen auftreten kann, obwohl dies öfters anzuzweifeln ist. Die meisten der Patienten gaben an, dass sie eigentlich kein merklich geschwächtes Immunsystem hatten. Viele wiederum litten aber tatächlich an immunsuppressiven Vorerkrankungen wie Krebs, bakteriellen Infektionen wie Borreliose usw.  

Rhizobium radiobacter verursacht anfänglich, je nach Immunstatus, im höchsten Virulenzstadium eine Blutvergiftung oder auch eine Bauchfellentzündung, oder kann eine Blinddarmentzündung auslösen. In einem späteren Verlauf bei ungenügender Behandlung entwickeln sich auch Lungen- und Gelenkentzündungen, Hirn-, Augen-, Blasen- und Nebenhöhleninfekte usw. 

Bei Verdacht auf "Morgellons" sollte immer das Blut (oder Liquor), der Stuhl, der Urin und der ganze Körper untersucht werden. Haarareale, äußere Oberarme, Schulterpartien, Lendengegend, Innen- und Aussenschenkel und auch die Augentaschen und Nasen- und Ohrenhöhlen per Wattestäbchen (wie bei Staph. aureaus).

Morgellons HautschädenMorgellons Hautschäden

Depigmentationsmuster mit Granulomen, Schwellungen, Verhärtungen und 

entzündlichen Knotenbildungen. Ähnlich einer diffusen, systemischen Skleroderma.

Auch eine Befragung des Patienten über seine Lebensumstände wäre von Vorteil, um abzuklären, ob z. B. eine eventuelle Reinfektion über Haustiere, Partner, Wäsche usw. auszuschließen ist. Da Humanlabore keine solchen Agrobakterien untersuchen, sollte man als Alternative die Proben zu Veterinärlabore einschicken, da z. B. auch Hunde usw. betroffen sind. 

Hauptsächlich sollten Kulturen vom Biofilm und dessen Erweiterungen (Filamente) und Gewebsproben gemacht werden auf MacConkey oder Blut Agar (NGA) bei 26 - 28°C für 24 Stunden oder länger, um Rhizobium radiobacter nachzuweisen. Bei einem Glucose-Medium sollte man diese bis zu 6-7 Tage bebrüten.  R. radiobacter ist auch Oxidase und Urease positiv.

Zur Erkennung der anderen involvierten Agrikultur-Bakterien, wie z. B. Bazillus megaterium, Bazillus pumilus, Sphingomonas xenophagum, Pseudomonas oder Stenotrophomonas maltophilia, sollten weitere Probematerialien bei ca. 26- 32°C kultiviert werden.

Nach dem kultivieren sollte man mit phenotypischen Tests die Biovare ermitteln. Also mit welchen genetischen Varianten von A. tumefaciens usw. wir es zu tun haben, um die Verwendung, die genetische Manipulation und somit den eventuellen Hersteller festzustellen. 

Genotypen-Identifikation sollten nicht unbedingt mittels PCR-Tests gemacht werden, sondern eher über eine 5'-end-Gensequenzierung über einen 16S rRNA-Test (Kosten 40 Euro), um z. B.  C58, A. rhizogenes K1026 or K84 (alt. A. radiobacter K84), A. radiobacter CFBP 2414T, un A. vitis LMG 8750T nachzuweisen. 

Auch eine Infrarotspektrometrie, oder ein Immunofluerenszenztest kann selbst bei vorangegangen, negativen Kulturen seltene Mikroorganismen detektieren. Man kann kann auch gezielt nach erhöhten Werten von Polysachariden (Biofilm) suchen. Auch die von Agrobakterien produzierten Zellulosefilamente sind Polysacharide und könnten zu falschen Schlussfolgerungen führen. Auch die Serodiagnostik unter Verwendung von rekombinanten Antigenen wäre eine Möglichkeit.

Alleinige Nachweise über mikroskopische Untersuchungen zeigen meistens nur Zellulosefilamente, die eigentlich von A. tumefaciens  erzeugt werden zur Anhaftung an jeglichen Wirtsorganismus, und mit Kleidungsfasern verwechselt werden, da diese auch aus Zellulose (Baumwolle - Polysacharide) bestehen.

Auf alle Fälle kann man zur Abklärung, ob auch eine aktive Borreliose besteht, mehrere unterschiedliche Borreliosetests durchführen, falls zuerst ein seronegatives Ergebnis vorlag. Antikörpertests können auch bei zellwandlosen Spirochäten/Borrelien nichts nachweisen, da die Antigen/Proteinstruktur (outer surface protein - Osp) so nicht vorhanden ist, um dort anzudocken als Antikörper.  Das gilt auch für viele andere Bakterien mit Biofilm! 

Übliche Blutuntersuchungen (IgA, IgM, IgG, C-Reaktiv-Protein-Test) zeigten keinen positiven serologischen Befund. 
Fast alle Betroffene haben früher oder später erniedrigte Werte von Vitamin B12, Vitamin D, Serotonin, Folsäure, Eisen und roten Blutkörperchen.Sowie 
ein gestörtes Hormonsystem und Demineralisierung. Folglich ist auch die Sauerstoffaufnahme und Blutgerinnung gestört und Abgeschlagenheit, Anämie sowie Schlafstörungen gehen einher. 

Im weiteren Krankheitsverlauf leiden viele unter einem chronischen Ermüdungssyndrom (CFS), zähen und schleimigen Husten, Augenentzündungen, verschwommener Blick, Hautatrophien und Depigmentationsareale, Zahnfleischschwund, Brücken, Plomben und Zahnausfall, und öfters auch an Muskel- und Gelenkschmerzen, Ödemen, Nervenentzündungen, Bluthochdruck, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Kopfschmerzen, Wimpern- und Haarausfall. 

Auch mit ersten Anzeichen einer multiplen Sklerose, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie und Alzheimer. Dies lässt verstärkt den Schluß zu, dass solche Erkrankungen tatsächlich auch durch Mikrobeninfektionen verursacht werden können.

Die Granulozytwerte im Blut können je nach dem, normal oder auch stark verringert sein und es kann auch ein gestörter oder erniedrigter Hormonhaushalt vorliegen. Hämoglobinwerte, Serumalbumin und ESR 32 sollten auch Untersucht werden. 

Durch Aufsprühen auf die Haut mit z. B. einer Chili-Creme (Dermatologe) oder Aloe Vera kann man Befallsareale meistens sichtbar machen, da dann wie bei einer Mallorca-Akne kleine Pusteln oder Bläschen entstehen. Auch mit einer Schwarzlichtlampe (siehe Videofilm) kann man glasige Fasern auf der Haut erkennen, die nicht immer vom Kleidungsabrieb stammen. Man kann auch Milch oder Öle auf die gereinigte Haut auftragen, um manche Fäden herauszutreiben.

Genauere mikroskopische Hautuntersuchungen per Auflichtmikroskop und per Hautgeschabsel, oder ein Klebebandabklatsch direkt von der Hautoberfläche entnommen ergeben mehr Klarheit. Da meistens einige Fäden/Fasern, sowie auch eine gelartige Masse oder Granulat daran kleben bleiben. Typische Befallsstellen sind auch in den Augen-, Nasen-, Mund-, und Ohrenbereichen vorzufinden. 

Bei manchen Betroffenen ergeben sich auch nach Jahren wenig Hautsymptome, sondern nur eine Infestation der Nebenhöhlen, Nase, Ohren und explizit der Augen und dem umgebenden Gewebe. Eine schlechtere oder  verschwommene Sicht ist typisch (Katarakt). Systemisch sind typisch klinische Anzeichen gegeben wie bei einer Borreliose, Chlamydiose pneumoniae oder einigen viralen Infektionen. 

Verständlich, dass bei der Fülle an möglichen Erregern und aufkommenden Untersuchungen das Budget eines Arztes und der Krankenkassen gesprengt wird. Da die Labor- und Behandlungskosten ins Unermessliche gehen würden. 

Laut meiner jahrelang laufenden Umfrage litten tatsächlich ca. 30% der Erkrankten primär an einer früheren Borreliose (Spirochäteninfektion) oder Chlamydiose pneumoniae bevor die eigentlichen Morgellonssymptome auftraten. Andere wiederum, wo gleichzeitig die ganze Familie betroffen ist, samt Hund, hatten keine frühere Borrelioseerkrankung oder jegliche Symptome, aber angeblich erst nach Infektion mit dem Morgellonsbiofilm oder Filamenten. 

Fakt ist, wenn nicht alle Borreliose Antigen-Banden nachweisbar sind, wie in den meisten Morgellons Fällen, dann kann es sich auch um ganz andere Bakterien handeln, die auch Kreuzreaktionen durch ähnliche Antigene verursachen können. Aber auch Spirochäten werden von der Pestizidindustrie als biologische Insektizide eingesetzt!. 

Selbst wenn ein Borreliosetest seronegativ ist, kann man an einer Borreliose leiden. Da Spirochäten durch ihren umgebenden Biofilm/Schleim einen Antikörpernachweis öfters entgehen, oder sich manche Bakterien bereits in Arealen befinden, die nicht durchblutet werden (z. B. Knorpel, Sehnen, Augen, usw.).  

Unterschiedlichste Erreger können somit auch einer Antibiose entgehen. Vermutlich aufgrund dieser Areale können sich akute Infektionen später chronifizieren, da man diese Residuen nicht mit herkömmlichen Behandlungen erreichen kann, um mal Resistenzen ausser Acht zu lassen.

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Ergänzung 2015:  Kürzlich wurde eine britische Krankenschwester nach erfolgreicher Behandlung des Ebola-Virus erneut eingeliefert, da sich die Viren unerkannt in den Glaskörpern der Augen abgelagert hatten und dann Ebola später erneut aufflammte. Parallel zu vielen anderen viralen oder bakteriellen Infektionen, erkannten nun Wissenschaftler, das Ebola nicht nur über Blut usw. übertragbar ist, sondern auch durch Körperkontakt, sprich Hautschweiss! Dies ist ähnlich gelagert bei Morgellons und vielen anderen Infektionen.

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Allgemein kann man sagen, dass kutane und subkutane Symptome von Biofilmfilamenten und integrierten Bakterien resultieren, die durch Enzymfreisetzung resultierende Hautläsionen verursachen. 

Viele Hautsymptome werden nicht nur von A. tumefaciens oder Bazillus megaterium verursacht, sondern überschneiden sich auch mit Sekundärinfektionen (opport. Bakterien, Hautpilze, Fadenpilze?).  

Dieser Biofilm kann sich in kurze Filamente oder kleine Blebs aufteilen und über das Lymphsystem in die Hautporen geschwemmt werden, und sich dort zu längeren Filamenten weiterentwickeln. Manchmal sind umgebungsbedingt auch mehrere bunte Filamente ineinander verschlungen und treten dann als Fädenknäul auf. 

Diese können später durch das Ausschwitzen auf die Haut auf andere Individuen oder Gegenständen durch simplen Körperkontakt übertragen werden. Infektiös ist somit der Schweiss, Haut und Haare, Blut, Urin, Tränenflüssigkeit, Stuhl, und andere Körperflüssigkeiten!

Eine Differentialdiagnose sollte aber vorangehen, um Pseudoscabies und einige andere bakteriell/mykotischen infektiöse Hautkrankheiten auszuschließen. Dazu zählen insbesondere auch sehr ähnlichgelagerte mykotische Infektionen wie z. B.  mit Phaeoacremonium parasiticum, Pityrosporum folliculitis oder Coccidioides immitis und einige Dermatophyten.

Sowie auch Protozoeninfektionen von z. B. Pythium insidiosum oder Hauterkrankungen wie Prurigo oder Urticaria, die ähnliche Hautsymptomatiken verursachen können. Eine histopathologische Untersuchung ist auf alle Fälle indiziert.

Anhand anderer Symptome und insbesondere der Lokalisation mancher Pathogene, gibt es auch große Ähnlichkeiten zu einer raren Sporothrix-Mykose (Info über Sporotrichose) oder Mucormykose, oder allgemein gesehen kann man die Hautsymptomatik manchmal auch mit einer endo- und subkutanen Zygomykose (Schimmelpilzeinfektion) vergleichen (Info Zygomykose).

Zusätzliche können Koinfektionen später auftreten durch Vermehrung von opportunischen Erregern (Candida, Enterobakterien, Viren, usw.) aufgrund eines geschwächten Immunsystems. Aber auch andere Krankheitserreger können involviert sein, die zuvor in der Natur usw. einen Kontakt mit den erwähnten Filamenten/Biofilm hatten und daran kleben blieben.

Vorerkrankungen

Frühe traumatische Erlebnisse und dramatische Schicksalsschläge sind kennzeichnend für alle Erkrankten. Hauptsächlich sind diese früheren und auch aktuelle Traumata, oder latente Infektionen und die daraus resultierenden Stresshormonausschüttungen samt körperlichen Konsequenzen (z. B. reduzierte Sexualhormone, Disbalancierung des vegetativen Nervensystems und Immunsystems, HPA-Stressachse) eine Ursache von dieser und anderen parasitären Erkrankungen, mit negativen Einfluss auf die Immunkompetenz der Betroffenen.

Aber auch eine schlechte Ernährung, langandauernder Stress, oder auch prädispositionelle Faktoren wie Diabetes mellitus oder Krebs und eine frühere kortikosteroide Therapie, nervlich bedingte Erkrankungen, posttraumatischer Stress, Auto-Immunerkrankungen, Hashimoto, Cushing-Syndrom, Viruserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Schilddrüsenerkrankung, sowie auch ein Operationstrauma, Amalgamentfernungen und auch ein Mangel an Granulozyten können ausschlaggebend oder Auslöser sein für ein Infektion mit diesen Krankheitserregern.

Durch all diese Faktoren wird das Immunsystem enorm geschächt und aufgrund dieser Schwächung kann eine ständige Kontamination/Infektion mit diesen Erregern oder anderen Parasiten erfolgen. Es ist auch allgemein bekannt, dass eine Verringerung von Granulozyten im Blut (unter 1000 /mm3) eine mangelnde Immunität gegenüber parasitären Infektionen oder invasiven Mykosen erzeugt.

Die menschliche Immunantwort auf die Antigene der Mikroorganismen/Parasiten kann im wesentlichen wie bei anderen parasitären Infektionen ablaufen:

Induktion, verzögerte Hypersensivität, direkte Hypersensivität und eine Desensibilisierung bei stationären Parasiten. Bei Reinfektionen über externe Parasiten überwiegt eine direkte Hypersensivität (Juckreiz und verstärkte, allergisch bedingte Schwellungen). Auch von Pilzen oder Insekten werden proteolitische Enzyme verwendet, die ganz ähnliche Hautläsionen, Bläschen, Pusteln und Schwellungen verursachen können.

Es kann eine Erstbesiedelung im Mund-Nasenbereich sowie im behaarten Bereich oder auf der Haut stattfinden. Dabei kann eine größere Pustel- und Pickelbildung oder ein Hautausschlag, erst nach 3-14 Tagen oder auch schon am ersten Befallstag auftreten, abhängig von der Schweissbildung und der aktuellen Virulenz der Biofilmfilamente.
Es könnte je nach Gesundheitsstatus auch eine längere Inkubationszeit möglich sein, ohne Symptome oder serologische Befunde einer bakteriellen Infektion.

Bei Verschlucken oder Einatmung dieser Filamente können die Symptome sich verzögern oder gar für längere Zeit ausbleiben. Anfänglich könnten sich diese Mikroorganismen vorerst nur im Dick und Dünndarm ausbreiten und später bedingt durch verschiedene Faktoren eine Expansion in Richtung Blutbahn oder subkutane Areale anstreben und im weiteren Verlauf sich im Hirn, Nervengewebe oder Kollagen verkapseln, so wie Borrelien, Mykoplasmen oder Viren (Herpes) und sehr viel später nach einer weiteren Immunschwächung oder durch Stress ausbrechen.

Wenn wir von möglichen Bioinsektiziden wie Agrobakterium tumefaciens oder sogar dem Pilz Metarhizum anisopliae sprechen, dann könnten eventuell auch ansässige Pilze (Candida) und Enterobakterien mit einem DNS-Transfer involviert sein, um Resistenzen weiterzugeben per Plasmiden speziell bei der Gattung A. tumifaciens.

Wenn sich dieser bakterielle Biofilm in der menschlichen Epidermis und den Schweissdrüsen ansiedelt, werden durch den Stoffwechsel dieser stickstoffbindenden Bakterien (Urease-Ammonium) verstärkt allerlei Insekten angezogen und auch dazu verleitet, dass sie ihre Eier in der Haut ablegen.

Laut einer M-R-O Umfrage sind ca. 25% der Morgellonserkrankten zusätzlich durch Infestationen mit diversen Insekten und Würmern belastet, dass auch zu anfänglichen Fehldiagnosen verleitet.

Bei Menschen, die mit Morgellons befallen sind, sieht man häufig Hautläsionen/Pusteln um die Augenpartien/Stirn herum, wobei auch die Augenbrauen und Wimpern befallen sind und öfters auch ausfallen. Morgens ist manchmal auch ein Verkleben der Wimpern festzustellen.

Manche Hautareale gleichen auch Dermatosen oder Ekzemen, die durch Hefepilze/Bakterien oder Flechten verursacht werden. Die Haut ist eigentlich durchdrängt mit dem Morgellons-Biofilm, der überwiegend subkutan weiterwächst und auch ständig auf interne und externe Einflüße reagiert wie z. B. Wasser, Säuren, Alkohol (Keimung/Fermentation, Reproduktion oder Abkapselung).

Manchmal sind nur an den typischen Schweißzonen Prelektionsstellen erkennbar. Später können sich auch Prelektionsstellen vorfinden um die Brustwarzen, am Nacken und am Dekollete`, an der Gürtellinie, den Schultern, den Handrücken, zwischen den Fingern und allen anderen Bereichen die Schweiß erzeugen, insbesondere aufgrund einer hormonellen Schweißausschüttungen (Stress, Angst).

Auch durch Druckstellen der Hände, die am Körper oder Kopf aufliegen oder durch ein längeres Aufliegen einer Körperpartie (seitlich oder Schultern, Rücken), bildet sich dazwischen automatisch eine Schweißschicht oder Blutstau, der auch das Lymphsystem beinflusst und Befallsareale zusätzlich vergrößern kann. Dabei können sich auch Ekzeme, sowie knotige und von starker Schuppen- und Borkenbildung begleitenden Entzündungen bilden.

Auch die Augentaschen und die Hornhaut (Cornea) können mit dem bakteriellen Biofilm infiziert sein, durch Lymphausfluß oder auch über eine direkte Fingerkontamination. Dabei kann sich eine Entzündung der Augen (Keratitis, Uveitis) oder der Bindehaut (Konjunktivitis) entwickeln. Mit verstärkter Rötung, Schmerzen und einem Fremdkörpergefühl in den Augen, gepaart mit einer verringerten Sehschärfe und verstärkten Lichtscheue.

Tendenziell können sich vermehrt Hauterscheinungen an den Schweißzonen bilden. Später auch an anderen körperlichen Extremitäten samt Terminalhaaren, sowie um die Augenbrauen, Augenunter- und Oberlider, Wimpern, Ohren, Nase, Lippen, Zunge, Zahnfleisch, Schleimhäute im Mund- und Nasenbereich, in den Augen, Ellenbogen, Brustwarzen, Knie, Gelenke, Füße, Zehen, Vaginalbereich, Muttermund, Skrotum.

Prognose

Jeder könnte zukünftig von dieser Krankheit betroffen werden, nicht nur die üblichen Randgruppen. Da permanenter Stress ein Hauptauslöser für den Ausbruch der Morgellonserkrankung oder Symptomatik sein kann, der heutzutage durch extreme Zukunftsängste, Arbeitsverlust, Scheidung und anderen Traumata extrem ansteigen kann!

Bei einer fortgeschrittenen Invasion/Infestation des Wirtsorganismus nach ca. 2-6 Monaten kann eine Invasion der inneren Organe, des Blutes oder anderer menschlicher Körperhöhlen erfolgen und später auch irreversibile Schädigungen dieser Organe und Nerven entstehen.

Eine rasche Diagnose und Behandlung in der Initialphase der Infektion verhindert auf alle Fälle eine schwerere Form der Pathogenese. Rein äußerlich, nur auf der Haut angewande Wirkstoffe, da durch Fehldiagnosen öfters nur eine Hautkrankheit vermutet wird, können keine Heilung einer systemischen Erkrankung erwirken!

Nur mit internen und externen angewanden Medikamenten besteht ein Chance zur Verbesserung der Situation. Maximal aber nur zu ca. 90-95 %, da das Hauptproblem auch darin besteht, die mit Humanzellen verwachsenen Filamenten aus dem Körper zu entfernen, sowie Reinfektionen von der Umgebung (Wohnung, Auto, Kleidung, Partner, Haustiere, usw). 

Manche Betroffene haben zusätzlich ein Antiparasitikum wie z. B. Albendazol oder Ivermectin eingenommen, da viele, auch mit diversen anderen Parasiten befallen waren. Ivermectin hat nur eine Wirkung/Halbwertzeit von 3 Tagen und man sollte es nicht leichtfertig ohne vorherige Absprache mit dem Arzt einnehmen! Diese und auch andere ähnlichwirkenden, antiparasitischen Mittel helfen nur teilweise gegen Morgellons.

Ivermectin sollte man aufgrund der Toxizität nur ein bis zweimal pro Jahr maximal einnehmen. Somit ist eine länger Anwendung mit Ivermectin nicht indiziert und gefährlich (eventuelle Hirnschäden?). Eine Einnahme vor und nach einer Initialbehandlung wäre effektiver. Lufenuron (Polysacharid oder Chitin-Syntese-Inhibitor), der auch für Candidainfektionen mittlerweile vertrieben wird, zeigte bessere Erfolge ohne jegliche Nebenwirkungen.

Enorm wichtig ist ein hygienisches Umfeld, um Reinfektionen zu vermeiden. Eine einzige Reinfektion reicht aus und man müßte diese Medikamentenbehandlungen erneut wiederholen, was aber auf Dauer einfach nicht geht!

Man erkennt hierbei das Dilemma: Es ist schwer diesem Teufelskreis von Reinfektion und Antibiotikabehandlungen usw. zu entrinnen. Der eigene Körper wird immer mehr durch diese Medikamente geschwächt und das Immunsystem geht stetig auf Null zu. Auch Leber- und Nierenschäden können sich dadurch im späteren Verlauf einstellen.

Welches Mittel und wieviel davon einzunehmen ist, kann nur von einem Arzt entschieden werden. So oder so, man sollte sich bewußt sein, dass die pathologischen Konsequenzen, auch bei Falsch- oder Nichtbehandlung, unvorhersehbar sind. 

Im unteren Bild sieht man das Resultat einer verspäteten, sowie auch komplett falschen Behandlung, um nur mit Kortison und Fettcremes die Entzündungen zu stoppen, anstatt die Ursachen auch mit internen Mitteln zu behandeln. Aber niemals mit Fettcremes, sondern eher mit Ölen oder Lotions. 

Dieser extreme Fall einer Infektion/Hautzerstörung wurde durch eine Auto-immunerkrankung enorm verstärkt.

 morgellons-wunden

Eine Chemo-Therapie mit Zytostatika, um wie bei einer Krebsbehandlung die Zellteilung der Mikroorganismen zu unterbinden, hatte nur einen geringen Erfolg gegen Morgellons. 

Eventuell können wie bei Antibiotikaresistenzen auch neue Behandlungsmethoden mit Bacteriophagen eingesetzt werden. Letztere sind Viren, die zur Vermehrung auf eine Bakterienzelle angewiesen sind und ihr Erbgut in die Bakterien-DNA einschleusen, um das Erbgut des Bakteriums zu verändern, um z. B. später gezielt den Zelltod auszulösen (Apoptose).

Aber auch Viren, die nicht auf Bakterien als Wirtszellen angewiesen sind, sondern auf eukaryontische Wirtszellen, sind für die medizinische Mikrobiologie von hohem Interesse und könnten bei Morgellons ein Therapieansatz sein. Hochfrequente Magnetfelder, die zur Zeit in der Krebstherapie noch erprobt werden, helfen gar nicht. Das Blut zu filtern und andere Blut- und Darmreinigende Maßnahmen sind vermutlich hilfreicher.

In Kombination mit Antibiotika, Antimykotika, eventuell auch mit hilfreichen Hautmitteln, höheren  Vitamindosen, protein- und polysacharidspaltenden Enzymen und Immunmodulatoren ist momentan nur eine 95 % Verbesserung möglich und sehr langwierig, kompliziert und anstrengend. Die verbliebenen 5 % ergeben sich auch durch ständige Reinfektionen (Biofilmfilamenten) aus dem bewohnten Lebensraum.

Weitere wichtige Voraussetzungen sind deswegen ein hygienisches Umfeld, eine gesunde Ernährung, auch mit mehr Aminosäuren, Kieselerde (wirkt toxisch auf R. radiobacter), sowie mehr Obst (insbesondere Beeren) und Gemüse, und Antioxidantien. Auch mehr Bewegung ist nötig, um das Lymphsystem anzuregen mehr Gifte usw. auszuscheiden. 

Im Regelfall dauert eine Verbesserung von 0 auf 95 %, ca. 8-12 Monate, in härteren Fällen aber auch 2-4 Jahre.

Das Hauptproblem ist immer noch, auch wenn öfters kein positiver serologischer Befund vorliegt, aber die klinische Symptomatik, den eigenen Hausarztes zu überzeugen, dass man an einer neuen Krankheit leidet.

Fazit: Weder der Arzt, noch der Patient ist schuld an der Lage, aber die Labore und Gesetzgebung. Diese sollten diese neuen Erreger in ihre Liste von Pathogenen aufnehmen, um den Patienten einen langen Leidensweg zu ersparen!


M-R-O Author Morgellons diagnosis

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