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DIAGNOSE SYMPTOME INFEKTIONSPROZESS BEHANDLUNGEN DERMATOZOENWAHN BORRELIOSE

Morgellons Diagnose

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MORGELLONS DIAGNOSE (2007-2016)

Diagnose  -  Prognose


In der Initialphase einer Infektion (siehe auch Infektionsprozess) ist eine eindeutige Anamnese/Diagnose äusserst schwierig. Morgellons ist per se keine Hauterkrankung sondern systemisch. Anfänglich sind manchmal mehr und manchmal weniger Pusteln, Bläschen oder Rötungen zu sehen, die Insektenstichen gleichen. Vermutlich bedingt durch eine Enzymfreisetzung mit nachfolgender, überallergischer Reaktion (Histaminausschüttung) der Haut. 

Deshalb sollte eine simple Hautbegutachtung nicht als einziges Kriterium zur definitiven Krankheitserkennung dienen. Da dann, die Infektion/Infestation vorwiegend noch subkutan in tieferen Hautschichten, Magen-Darmtrakt, Lymphsystem und Lymphknoten verläuft, und erst nach Wochen oder Monaten sich mit typischen Hautsymptomen manifestiert. Später gleicht das externe Krankheitsbild auch der "Scabies Norvegica" (Frassnarben/Gesicht) oder manchen Dermatomykosen oder einer Dermatoborreliose.

Vorab kann man aber sagen, dass Morgellons eigentlich ein Synonym ist für eine ansteckende Agrobakteriose.

Quelle:  Agrobacterium and relation to Morgellons

Quelle:  Common Plant Vector A. tumefaciens injects Genes into Human Cells

Bei dieser Erkrankung werden multibakterielle Infektionen durch unterschiedliche Bakterien verursacht, die in ein und denselben Biofilm (A. tumifaciens) sich befinden. Solche Bakterien werden hauptsächlich in der Agrikultur verwendet als biologische Biopestizide, Pflanzenwachstumspromoter, horizontaler Gentransfer, usw.

Manche wurden auch genetisch manipuliert. Leider sind Agrobakteriosen oder Agrobakterien bis dato als Humanpathogene noch unbekannt für die meisten Mediziner und Humanlaboratorien, obwohl es hierzu schon genügend medizinische Fallbeispiele gibt.

Da mittlerweile, seit erstmaliger Verwendung in den 1980` Jahren, nun solche Agrobakterien weltweit schon öfters als Krankenhauskeime diagnostiziert wurden, obwohl laut der Agrikulturindustrie, die diese vertreiben, ihre biologischen Produkte keine Gefahr für Mensch und Tier darstellen sollen. Ausser bei immunschwachen Individuen könnten kollaterale Schäden auftreten. 

Siehe untere Quellangaben zu Agrobakterien-Krankenhauskeime:

http://cid.oxfordjournals.org/content/38/1/149.full 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3133165/

http://www.nature.com/bmt/journal/v26/n1/full/1702470a.html

http://path.upmc.edu/cases/case98/dx.html

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1201971208000878

Rhizobium radiobacter, oder anders genannt Agrobacterium tumefaciens oder A. radiobacter ist aerob und der Haupterreger der Morgellons-Erkrankung. Er gilt momentan immer noch als opportunistischer Keim, der bei immunschwachen Individuen auftreten kann, obwohl dies eher anzuzweifeln ist. Die meisten der Patienten gaben an, dass sie eigentlich kein merklich geschwächtes Immunsystem hatten.

A. tumefaciens verursacht anfänglich im höchsten Virulenzstadium eine Blutvergiftung oder auch eine Bauchfellentzündung, oder kann eine Blinddarmentzündung auslösen. In einem späteren Verlauf bei ungenügender Behandlung entwickeln sich auch Lungenprobleme und Gelenkentzündungen, Hirn-, Augen-, Blasen- und Nebenhöhleninfekte usw. 

Bei Verdacht auf Morgellons sollte immer das Blut (oder Liquor), der Stuhl, der Urin und der ganze Körper untersucht werden. Haarareale, äußere Oberarme, Schulterpartien, Lendengegend, Innen- und Aussenschenkel und auch die Augentaschen und Nasen- und Ohrenhöhlen per Wattestäbchen (wie bei Staph. aureaus).

Auch eine Befragung des Patienten über seine Lebensumstände wäre von Vorteil, um abzuklären, ob z. B. eine eventuelle Reinfektion über Haustiere, Partner, Wäsche usw. auszuschließen ist. Da Humanlabore keine solchen Agrobakterien untersuchen, sollte man als Alternative die Proben zu Veterinärlabore einschicken, da auch Hunde usw. betroffen sind. 

Man könnte eventuell eine Oxidase-Produktion nachweisen, aber hauptsächlich sollten Kulturen vom Biofilm und dessen Erweiterungen (Filamente) gemacht werden auf Glucose Agar (NGA) bei 26 - 28°C für 24 Stunden oder länger, um Agrobakterium tumefaciens (neu. Rhizobium radiobacter) nachzuweisen
Was durchaus schwierig ist, da auch Zellulosefilamente vorhanden sind, die eigentlich von A. tumefaciens  erzeugt werden zur Anhaftung an jeglichen Wirtsorganismus, und mit
Kleidungsfasern verwechselt werden, da sie auch aus Zellulose (Baumwolle) bestehen.

Zur Erkennung der anderen involvierten Agrobakterien, Bakterien die in der Agrikultur auch verwendet werden, wie z. B. Bazillus megaterium, Bazillus pumilus, Sphingomonas xenophagum, sollten weitere Probematerialien bei ca. 35°C kultiviert werden.

Nach dem kultivieren sollte man mit phenotypischen Tests die Biovare ermitteln. Also mit welchen genetischen Varianten von A. tumefaciens usw. wir es zu tun haben. Genotypen-Identifikation sollten nicht unbedingt mittels PCR-Tests gemacht werden, sondern eher über eine 5'-end-Gensequenzierung über einen 16S rRNA-Test (Kosten 40 Euro), um C58, A. rhizogenes K1026 or K84 (alt. A. radiobacter K84), A. radiobacter CFBP 2414T, un A. vitis LMG 8750T nachzuweisen. 

Auch eine Infrarotspektrometrie, oder ein Immunofluerenszenztest kann selbst bei vorangegangen, negativen Kulturen seltene Mikroorganismen detektieren. Man kann kann auch gezielt nach erhöhten Werten von Polysachariden (Biofilm) suchen. Aber auch die von Agrobakterien produzierte Zellulosefilamente sind Polysacharide und könnten zu falschen Schlussfolgerungen führen. Auch die Serodiagnostik unter Verwendung von rekombinanten Antigenen wäre eine Möglichkeit.

Auf alle Fälle kann man zur Abklärung, ob auch eine Borreliose vorhanden ist, mehrere unterschiedliche Borreliosetests durchführen, falls zuerst ein seronegatives Ergebnis vorlag. Antikörpertests können auch bei zellwandlosen Spirochäten/Borrelien nichts nachweisen, da die Antigen/Proteinstruktur (outer surface protein - Osp) so nicht vorhanden ist, um dort anzudocken als Antikörper. 

Übliche Blutuntersuchungen per Elisa-Testverfahren (IgA, IgM, IgG) zeigten meistens bei Morgellons oder Borreliose keinen positiven serologischen Befund. Tests wie der LTT-Melisa (Lymphozytentransformationstest) messen die zelluläre Immunabwehr und können angeblich auch ältere Infektionen nachweisen. Dieser Test ist aber nicht so aussagekräftig und sollte eher begleitend zu Elisa und Western-Blottests zusätzlich verwendet werden, um einen Vergleich zu vorhergehenden, seronegativen Ergebnissen zu haben.  

Auch der neue T-Cellspot Test (Elispot) verspricht eine schnellere Früherkennung (Zytokine) z. B. von Borrelien und anderen Erregern, und  kann als serologischer Zusatztest verwendet werden. Bei einer chronischen Borreliose kann man auch den CD-57 Test einsetzen. Falls alles nichts hilft könnte eventuell eine Lumbalpunktion mehr aufzeigen, oder vorab ein billiger C-Reaktiv-Protein-Test (CRP), der explizit nur bakterielle Infektionen anzeigt. 

Fast alle Betroffene haben früher oder später erniedrigte Werte von Testosteron, Vitamin B12, Vitamin D, Serotonin, Folsäure, Eisen und roten Blutkörperchen. Folglich ist auch die Sauerstoffaufnahme und Blutgerinnung gestört und Abgeschlagenheit, Anämie sowie Schlafstörungen gehen einher. 

Durch Aufsprühen auf die Haut mit z. B. einer Chili-Creme (Dermatologe) oder Aloe Vera kann man Befallsareale meistens sichtbar machen, da dann wie bei einer Mallorca-Akne kleine Pusteln oder Bläschen entstehen. Auch mit einer Schwarzlichtlampe (siehe Videofilm) kann man glasige Fasern auf der Haut erkennen, die nicht immer vom Kleidungsabrieb stammen. Man kann auch Milch oder Öle auf die gereinigte Haut auftragen, um manche Fäden herauszutreiben.

Genauere mikroskopische Hautuntersuchungen per Auflichtmikroskop und per Hautgeschabsel, oder ein Klebebandabklatsch direkt von der Hautoberfläche entnommen ergeben mehr Klarheit. Da meistens einige Fäden/Fasern, sowie auch eine gelartige Masse oder Granulat daran kleben bleiben. Typische Befallsstellen sind auch in den Augen-, Nasen-, Mund-, und Ohrenbereichen vorzufinden.

Dabei sollte man aber auch wissen, womit man es eigentlich zu tun hat und nach welchem Aspekten man suchen sollte. Wenn eine Abschabung oder eine Entnahmeprobe von der Hautoberfläche, eine Art bunten Fusel mit einer solchen anhaftenden Gelmasse zu Tage bringt, sollte man dieses auch akzeptieren. Mehr wird man auch nicht finden, um eine Diagnose mit diesen spärlichen Indizien vorab abzuschließen.

Serologische Befunde und weitere Probeentnahmen erbringen dann vermutlich auch eine statistische Signifikanz, womit man Zufälle auszuschließen kann. Weitere Maßnahmen sollten nach einem positiven Befund sofort eingeleitet werden. Erste Behandlungen mit Doxycyclin, Azithromycin, Refampacin, Tinidazol, Metronidazol usw. sind indiziert und verschaffen dem Patienten eine Erleichterung der Symptome. 

Leider müssen diese auch mit anderen Antibiotika über die Jahre öfters wiederholt werden. Aber auch Kieselerde oder auch Kieselgur oder Aloe Vera hilft extern aufgetragen und intern eingenommen, um die Symptomatik zu verringern. Kieselerde wirkt toxisch auf A. tumefaciens laut wissenschaftlichen Artikeln., aber leider nicht auf manch andere involvierten Bakterien.

Verständlich, dass bei der Fülle an möglichen Erregern und aufkommenden Untersuchungen das Budget eines Arztes und der Krankenkassen gesprengt wird. Da die Labor- und Behandlungskosten ins Unermessliche gehen würden. Insbesondere bei der Volkskrankheit Borreliose, Probleme in der Erkennung und Behandlung vorherrschen.

Bei manchen Betroffenen ergeben sich auch nach Jahren keinerlei Hautsymptome, sondern nur eine Infestation der Nebenhöhlen, Nase, Ohren und explizit der Augen und dem umgebenden Gewebe. Eine schlechtere oder  verschwommene Sicht ist typisch (Katarakt). Systemisch sind typisch klinische Anzeichen gegeben wie bei einer Borreliose, Chlamydiose pneumoniae oder einigen viralen Infektionen. 

Laut meiner jahrelang laufenden Umfrage litten knapp 45% der Erkrankten primär an einer früheren Borreliose (Spirochäteninfektion) oder Chlamydiose pneumoniae bevor die eigentlichen Morgellonssymptome auftraten. Andere wiederum, wo gleichzeitig die ganze Familie betroffen ist, samt Hund, hatten keine frühere Borrelioseerkrankung oder jegliche Symptome, aber angeblich erst nach Infektion mit dem Morgellonsbiofilm oder Filamenten. 

Wenn nicht alle Banden nachweisbar sind, wie in den meisten Fällen, dann kann es sich auch um ganz andere Spirochäten handeln, die auch Kreuzreaktionen durch ähnliche Antigene verursachen können beim Test. Auch Spirochäten werden von der Pestizidindustrie als biologische Insektizide eingesetzt!. 

Selbst wenn ein Borreliosetest seronegativ ist, kann man an einer Borreliose leiden. Da Spirochäten durch ihren umgebenden Biofilm/Schleim einen Antikörpernachweis öfters entgehen, oder sich manche Bakterien bereits in Arealen befinden, die nicht durchblutet werden (z.B. Knorpel, Ohren, Augenglaskörper, Schleimhäute, Sehnen, usw.).  

Unterschiedlichste Erreger können somit auch einer Antibiose entgehen. Vermutlich aufgrund dieser Areale können sich akute Infektionen später chronifizieren, da man diese Residuen nicht mit herkömmlichen Behandlungen erreichen kann, um mal Resistenzen ausser Acht zu lassen.

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Ergänzung 2015:  Kürzlich wurde eine britische Krankenschwester nach erfolgreicher Behandlung des Ebola-Virus erneut eingeliefert, da sich die Viren unerkannt in den Glaskörpern der Augen abgelagert hatten und dann Ebola später erneut aufflammte. Parallel zu Morgellons und vermutlich auch zu vielen anderen viralen oder bakteriellen Infektionen, erkannten nun Wissenschaftler, das Ebola nicht nur über Blut usw. übertragbar ist, sondern auch durch Körperkontakt, sprich Hautschweiss! Dies ist ähnlich gelagert bei Morgellons und vielen anderen Infektionen.

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Allgemein kann man sagen, dass einige Patienten mit Morgellons schon an einer Borreliose aktiv odere latent litten, aber viele Betroffene auch im nachhinein erneut eine Spirochäteninfektion (Borreliose?) durch Morgellons erwarben. Fakt ist, dass die meisten der Symptome (ca. 95%) einer typischen Spirochäteninfektion entsprechen, aber auch durch andere Bakterien verursacht werden können. Kutane und subkutane Symptome resultieren von Biofilmfilamenten und integrierten Bakterien, die durch Enzymfreisetzung resultierende Hautläsionen verursachen. 

Viele Hautsymptome werden nicht nur von A. tumefaciens verursacht, sondern überschneiden sich mit Sekundärinfektionen (opport. Bakterien, Hautpilze, Fadenpilze?), sowie auch von Bazillus megaterium usw.  

Dieser Biofilm kann sich in kurze Filamente oder kleine Blebs aufteilen und über das Lymphsystem in die Hautporen geschwemmt werden, und sich dort zu längeren Filamenten weiterentwickeln. Manchmal sind umgebungsbedingt auch mehrere bunte Filamente ineinander verschlungen und treten dann als Fädenknäul auf. 

Diese können später durch das Ausschwitzen auf die Haut auf andere Individuen oder Gegenständen durch simplen Körperkontakt übertragen werden. Infektiös ist somit der Schweiss, Haut und Haare, Blut, Urin, Tränenflüssigkeit, Stuhl, und andere Körperflüssigkeiten!

Eine Differentialdiagnose sollte aber vorangehen, um Pseudoscabies und einige andere bakteriell/mykotischen infektiöse Hautkrankheiten auszuschließen. Dazu zählen insbesondere auch sehr ähnlichgelagerte mykotische Infektionen wie z. B.  mit Phaeoacremonium parasiticum, Pityrosporum folliculitis oder Coccidioides immitis und einige Dermatophyten.

Sowie auch Protozoeninfektionen von z. B. Pythium insidiosum oder Hauterkrankungen wie Prurigo oder Urticaria, die ähnliche Hautsymptomatiken verursachen können. Eine histopathologische Untersuchung ist auf alle Fälle indiziert.

Anhand anderer Symptome und insbesondere der Lokalisation mancher Pathogene, gibt es auch große Ähnlichkeiten zu einer raren Sporothrix-Mykose (Info über Sporotrichose) oder Mucormykose, oder allgemein gesehen kann man die Hautsymptomatik manchmal auch mit einer endo- und subkutanen Zygomykose (Schimmelpilzeinfektion) vergleichen (Info Zygomykose).

Zusätzliche können Koinfektionen später auftreten durch Vermehrung von opportunischen Erregern (Candida, Enterobakterien, Viren, usw.) aufgrund eines geschwächten Immunsystems, Anemie, Eisenmangel, ein gestörtes Hormonsystem und Demineralisierung, usw. Aber auch durch unterschiedlichste Krankheitserreger können mitinvolviert sein, die zuvor in der Natur usw. einen Kontakt mit den erwähnten Filamenten/Biofilm hatten und daran kleben blieben.

 Morgellons lesions of a sufferer from USA

Antraxähnliche Wunden

Frühe traumatische Erlebnisse und dramatische Schicksalsschläge sind kennzeichnend für alle Morgellonsbetroffenen. Hauptsächlich sind diese früheren und auch aktuelle Traumata, oder latente Infektionen
und die daraus resultierenden Stresshormonausschüttungen samt körperlichen Konsequenzen (z. B. reduzierte Sexualhormone, Disbalancierung des vegetativen Nervensystems und Immunsystems, HPA-Stressachse) eine Ursache von dieser und anderen parasitären Erkrankungen, mit negativen Einfluss auf die Immunkompetenz der Betroffenen.

Aber auch eine schlechte Ernährung, langandauernder Stress und ein gestörter Hormonhaushalt, oder auch prädispositionelle Faktoren wie Diabetes mellitus oder eine frühere kortikosteroide Therapie, nervlich bedingte Erkrankungen, posttraumatischer Stress, Auto-Immunerkrankungen, Hashimoto- und Cushing-Syndrom, Viruserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Schilddrüsenerkrankung, sowie auch ein Operationstrauma, Amalgamentfernungen und auch ein Mangel an Granulozyten können ausschlaggebend oder Auslöser sein für ein Auftreten der Krankheit.

Durch all diese Faktoren wird das Immunsystem enorm geschächt und aufgrund dieser Schwächung kann eine ständige Kontamination/Infektion mit diesen oder anderen Parasiten erfolgen.

Es ist auch allgemein bekannt, dass eine Verringerung von Granulozyten im Blut (unter 1000 /mm3) eine mangelnde Immunität gegenüber parasitären Infektionen oder invasiven Mykosen erzeugt.

Die Granulozytwerte im Blut können je nach dem, normal oder auch stark verringert sein und es kann auch ein gestörter oder erniedrigter Hormonhaushalt vorliegen. Hämoglobinwerte, Serumalbumin und ESR 32 sollten auch Untersucht werden. 

Die menschliche Immunantwort auf die Antigene der Mikroorganismen/Parasiten kann im wesentlichen wie bei anderen parasitären Infektionen ablaufen:

Induktion, verzögerte Hypersensivität, direkte Hypersensivität und eine Desensibilisierung bei stationären Parasiten. Bei Reinfektionen über externe Parasiten überwiegt eine direkte Hypersensivität (Juckreiz und verstärkte, allergisch bedingte Schwellungen). Auch von Pilzen oder Insekten werden bestimmte proteolitische Enzyme verwendet, die ähnliche Hautläsionen, Bläschen und Pusteln verursachen können.

Es kann eine Erstbesiedelung im Mund-Nasenbereich sowie im behaarten Bereich oder auf nackter Haut stattfinden. Dabei kann eine größere Pustel- und Pickelbildung oder ein Hautausschlag, erst nach 3-14 Tagen oder auch schon am ersten Befallstag auftreten, abhängig von der Aktivität und der Menge der sich eingehandelten Biofilmfilamente 
oder Mikroorganismen. Es könnte je nach Gesundheitsstatus auch eine längere Inkubationszeit möglich sein, ohne Symptome oder serologische Befunde einer bakteriellen Infektion.

Bei Verschlucken oder Einatmung dieser Filamente können die Symptome sich verzögern oder gar auf längere Zeit ausbleiben, wenn das passende chemische Milieu nicht vorhanden ist.

Anfänglich könnten sich diese Mikroorganismen vorerst nur im Dick und Dünndarm ausbreiten und später bedingt durch verschiedene Faktoren eine Expansion in Richtung Blutbahn oder subkutane Areale anstreben und im weiteren Verlauf sich im Nervengewebe oder Kollagen verkapseln, so wie Borrelien, Mykoplasmen oder Viren (Herpes) und sehr viel später nach einer weiteren Immunschwächung erstmalig ausbrechen, um den Körper dann erneut zu überschwemmen.

Wenn wir von möglichen Bioinsektiziden wie Agrobakterien oder dem Pilz Metarhizum anisopliae sprechen, der an dieser Morgellonserkrankung mitbeteiligt sein kann, dann könnten eventuell auch ansässige Pilze (Candida) und Enterobakterien mit einem DNS-Transfer involviert sein, insbesondere bei Beteiligung von genetisch veränderten Agrobakterien oder deren noch aktiven Promotergenen oder Plasmiden speziell bei der Gattung A. tumifaciens.

Wenn sich dieser bakterielle Biofilm in der menschlichen Epidermis und den Drüsen ansiedelt, werden durch den Stoffwechsel der Mikroorganismen oder durch Pheromone verstärkt allerlei Insekten angezogen und auch dazu verleitet, dass sie ihre Eier in der Haut ablegen.

Laut einer M-R-O Umfrage sind ca. 50% der Morgellonserkrankten zusätzlich durch Infestationen mit diversen Insekten und Würmern belastet, dass auch zu anfänglichen Fehldiagnosen verleitet.

Im weiteren Krankheitsverlauf leiden viele unter einem chronischen Ermüdungssyndrom (CFS), zähen und schleimigen Husten, Kopfschmerzen, Augenentzündungen, verschwommener Blick, Zahnfleischschwund und öfters auch an Gelenkschmerzen, Ödemen, Nervenentzündungen, Bluthochdruck. Kopfschmerzen. 

Aber auch erste Anzeichen einer multiplen Sklerose, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie und Alzheimer. Dies lässt verstärkt den Schluß zu, dass solche Erkrankungen tatsächlich auch durch Mikrobeninfektionen verursacht werden können.


Bei Menschen, die mit Morgellons befallen sind, sieht man häufig Hautläsionen/Pusteln um die Augenpartien/Stirn herum, wobei auch die Augenbrauen und Wimpern befallen sind und öfters auch ausfallen. Morgens ist manchmal auch ein Verkleben der Wimpern festzustellen.

Manche Hautareale gleichen auch Dermatosen oder Ekzemen, die durch Hefepilze/Bakterien oder Flechten verursacht werden. Die Haut ist eigentlich durchdrängt mit dem Morgellons-Biofilm, der überwiegend subkutan weiterwächst und auch ständig auf interne und externe Einflüße reagiert wie z. B. Wasser, Säuren, Alkohol (Keimung/Fermentation, Reproduktion oder Abkapselung).

Manchmal sind nur an den typischen Schweißzonen Prelektionsstellen erkennbar. Später können sich auch Prelektionsstellen vorfinden um die Brustwarzen, am Nacken und am Dekollete`, an der Gürtellinie, den Schultern, den Handrücken, zwischen den Fingern und allen anderen Bereichen die Schweiß erzeugen, insbesondere aufgrund einer hormonellen Schweißausschüttungen (Stress, Angst).

Auch durch Druckstellen der Hände, die am Körper oder Kopf aufliegen oder durch ein längeres Aufliegen einer Körperpartie (seitlich oder Schultern, Rücken), bildet sich dazwischen automatisch eine Schweißschicht oder Blutstau, der auch das Lymphsystem beinflusst und Befallsareale zusätzlich vergrößern kann. Dabei können sich auch Ekzeme, sowie knotige und von starker Schuppen- und Borkenbildung begleitenden Entzündungen bilden.

Auch die Augentaschen und die Hornhaut (Cornea) können mit dem bakteriellen Biofilm infiziert sein, durch Lymphausfluß oder auch über eine direkte Fingerkontamination. Dabei kann sich eine Entzündung der Augen (Keratitis, Uveitis) oder der Bindehaut (Konjunktivitis) entwickeln. Mit verstärkter Rötung, Schmerzen und einem Fremdkörpergefühl in den Augen, gepaart mit einer verringerten Sehschärfe und verstärkten Lichtscheue.

Tendenziell, wenn sich Pusteln an den Schweißzonen und später auch Befallsanzeichen an allen körperlichen Extremitäten samt Terminalhaaren bilden, sowie um die Augenbrauen, Augenunter- und Oberlider, Wimpern, Ohren, Nase, Lippen, Zunge, Zahnfleisch, Schleimhäute im Mund- und Nasenbereich, in den Augen, Ellenbogen, Brustwarzen, Knie, Gelenke, Füße, Zehen, Vaginalbereich, Muttermund, Skrotum und später auch am gesamten Körper (siehe unteres Bild), kann man sicherlich von einem Befall dieser Morgellons-Organismen sprechen und z. B. eine typische Scabiesinfestation ausschließen.

Bei Kleinkindern vor der Pupertät zeigt sich ein Hautbefall meistens am Kopfbereich (Gesicht, Haare) und teilweise auch an den Händen.

Morgellons HautschädenMorgellons Hautschäden

Depigmentationsmuster mit Granulomen, Schwellungen, Verhärtungen und entzündlichen Knotenbildungen. 
Ähnlich einer diffusen, systemischen Skleroderma, die auch von Borrelien verursacht werden kann.


Prognose

Jeder könnte zukünftig von dieser Krankheit betroffen werden, nicht nur die üblichen Randgruppen. Da permanenter Stress ein Hauptauslöser für den Ausbruch der Morgellonserkrankung oder Symptomatik sein kann, der heutzutage durch extreme Zukunftsängste, Arbeitsverlust, Scheidung und anderen Traumata extrem ansteigen wird!

Bei einer fortgeschrittenen Invasion/Infestation des Wirtsorganismus nach ca. 2-6 Monaten kann eine Invasion der inneren Organe, des Blutes oder anderer menschlicher Körperhöhlen erfolgen und später auch irreversibile Schädigungen dieser Organe und Nerven entstehen, die durch Borrelien und anderen mitbeteiligten Pathogene entstehen können, wie auch durch Filamentwachstum im Körper.

Eine rasche Diagnose und Behandlung in der Initialphase der Infektion verhindert auf alle Fälle eine schwerere Form der Pathogenese. Speziell bei Borreliose sollten je nach Befallsstadium ganz spezifische Antibiotika-Therapien verordnet werden. (siehe auch Lyme/Borreliose). Bei einer Chlamydiose und insbesondere bei einer Mykoplasmose nur bestimmte Antibiotika, die nur Mykoplasmen hauptsächlich bekämpft, da andere Breitbandantibiotika eher das Wachstum fördern können.

Nach einer längeren vorhandenen Borrelieninfektion ist zunächst immer eine höhere orale oder subkutane Injektion mit Antibiotika indiziert, um einen weiteren Krankheitsverlauf entgegenzuwirken. Bei viralen Infektionen können momentan nur Viren-Inhibitoren angewand werden, da es zur Zeit noch keine richtigen Virenkiller gibt.

Bei systemischen Pilzinfektionen wären eigentlich längere Gaben von ganz bestimmter Antimykotika indiziert, wie z. B. Fluconazole oder Itraconazole. Lamisil auch als Hautcreme wären da noch die billigere aber schwächere Alternative.

Rein äußerlich, nur auf der Haut angewande Wirkstoffe, da durch Fehldiagnosen öfters nur eine Hautkrankheit vermutet wird, können keine Heilung einer systemischen Erkrankung erwirken!

Nur mit internen und externen angewanden Medikamenten besteht ein Chance zur Verbesserung der Situation. Maximal aber nur zu ca. 90-95 %, da das Hauptproblem auch darin besteht, die mit Humanzellen verwachsenen Filamenten aus dem Körper zu entfernen. Dabei könnten eventuell bestimmte, spaltende Enzyme (Chitinase) die Chitinstruktur abbauen oder den Wachstum hemmen (Chitin-Inhibitoren), aber auch Kieselerde ist sehr hilfreich.

Chitin-Inhibitoren zeigten eine gute Verbesserung der Situation. Man könnte auch kurzzeitig einen Protease-Inhibitor (Antivirus-Mittel/Aids) einnehmen, um somit den Humanproteinabbau (Nahrungsstop) durch Borrelien oder Pilze zu unterbinden. Dies könnte aber auch Nebenwirkungen verursachen, da der menschlcihe Körper auch die Protease verwendet um Proteine abzubauen. Ärzte empfehlen daher immer viel Wasser zu trinken, um den Ausspülungseffekt hierbei zu nutzen.

Polymerase-Herpesmittel wie Valtrex, welches die Vorstufe von Aciclovir ist, welches die Replikation oder Reparatur der viralen DNS unterbindet (Polymerase-Inhibitor) zeigte bei Morgellons-Hautsymptomen keine Wirkung in der Abheilung. Auch Bakterien oder Pilze haben evolutionsbedingt eine virale Gensequenz in ihrer DNS, die eben deswegen zufälligerweise auch mit viralen Mitteln angreifbar ist. Aber auch opportunistische Viren (EBV, Cytomegalie), die nach einer längeren Einnahme von Antibiotika sich rapide verbreitet haben, können durch Valtrex oder Aciclovir somit gleichzeitig behandelt werden.

Manche Betroffene haben zusätzlich ein Antiparasitikum wie z. B. Albendazol oder Ivermectin eingenommen, da viele, auch mit diversen anderen Parasiten befallen waren. Ivermectin hat nur eine Wirkung/Halbwertzeit von 3 Tagen und man sollte es nicht leichtfertig ohne vorherige Absprache mit dem Arzt einnehmen! Diese und auch andere ähnlichwirkenden, antiparasitischen Mittel helfen nur teilweise gegen Morgellons.

Ivermectin sollte man aufgrund der Toxizität nur ein bis zweimal pro Jahr maximal einnehmen. Somit ist eine länger Anwendung mit Ivermectin nicht indiziert und gefährlich (eventuelle Hirnschäden?). Eine Einnahme vor und nach einer Initialbehandlung wäre effektiver. Lufenuron (Chitin-Syntese-Inhibitor), der auch für Candidainfektionen mittlerweile vertrieben wird, zeigte bessere Erfolge ohne jegliche Nebenwirkungen.

Außerdem ist auch ein hygienisches Umfeld erforderlich um Reinfektionen zu vermeiden. Eine einzige Reinfektion reicht aus und man müßte diese Medikamentenbehandlungen erneut wiederholen, was aber auf Dauer einfach nicht geht!

Man erkennt hierbei das Dilemma: Es ist schwer diesem Teufelskreis von Reinfektion und Antibiotika- Antimykotikabehandlungen usw. zu entrinnen. Der eigene Körper wird immer mehr durch diese Medikamente geschwächt und das Immunsystem geht stetig auf Null zu. Auch Leber- und Nierenschäden können sich dadurch im späteren Verlauf einstellen.

Welches Mittel und wieviel davon einzunehmen ist, kann nur von einem Arzt entschieden werden. So oder so, man sollte sich bewußt sein, dass die pathologischen Konsequenzen, auch bei Falsch- oder Nichtbehandlung, unvorhersehbar sind. 

Im unteren Bild sieht man das Resultat einer verspäteten, sowie auch komplett falschen Behandlung, um nur mit Kortison und Fettcremes die Entzündungen zu stoppen, anstatt die Ursachen mit internen und externen Mitteln zu behandeln. Aber niemals mit Fettcremes, sondern eher mit Ölen oder Lotions. Dieser extreme Fall einer Infektion/Hautzerstörung wurde durch eine Auto-immunerkrankung enorm verstärkt.

 morgellons-wunden

Eine Chemo-Therapie mit Zytostatika, um wie bei einer Krebsbehandlung die Zellteilung der Mikroorganismen zu unterbinden, hatte nur einen geringen Erfolg gegen Morgellons. Erfahrungswerte zeigten, dass man auch mit Anti-Malaria (Quensil), also intrazellulären wirkenden Antiprotozoen Medikamenten (z. B. Metronidazol) eine Zellteilung bei manchen der involvierten Pathogene unterbinden kann, weil diese Medikamente direkt auf die DNA-Stränge von diversen Mikroorganismen einwirken. Auch Carnivora (Venusfliegenfalle) wirkt etwas zytostatisch, aber eher immunstimulierend und geringfügig hilfreich.

Eventuell können wie bei Antibiotikaresistenzen auch neue Behandlungsmethoden mit Bacteriophagen eingesetzt werden. Letztere sind Viren, die zur Vermehrung auf eine Bakterienzelle angewiesen sind und ihr Erbgut in die Bakterien-DNA einschleusen, um das Erbgut des Bakteriums zu verändern, um z. B. später gezielt den Zelltod auszulösen (Apoptose).

Aber auch Viren, die nicht auf Bakterien als Wirtszellen angewiesen sind, sondern auf eukaryontische Wirtszellen, sind für die medizinische Mikrobiologie von hohem Interesse und könnten bei Morgellons ein Therapieansatz sein. Hochfrequente Magnetfelder, die zur Zeit in der Krebstherapie noch erprobt werden, helfen gar nicht. Das Blut zu filtern und andere Blut- und Darmreinigende Maßnahmen sind vermutlich hilfreicher.

In Kombination mit Antibiotika, Antimykotika, Antiprotozoenmitteln, eventuell auch mit hilfreichen Hautmitteln, höheren  Vitamindosen, protein- und polysacharidspaltenden Enzymen und Immunmodulatoren ist momentan nur eine 95 % Verbesserung möglich und sehr langwierig, kompliziert und anstrengend. Die verbliebenen 5 % ergeben sich auch durch ständige Reinfektionen (Filamenten) aus dem bewohnten Lebensraum (Wohnung, Haustiere und Kleidung).

Weitere wichtige Voraussetzungen sind deswegen ein hygienisches Umfeld, eine gesunde Ernährung, auch mit mehr Proteinen (Aminosäuren) zur Kollagenbildung, Kieselerde, sowie mehr Obst (insbesondere Beeren) und Gemüse, und Antioxidantien. Auch mehr Bewegung ist nötig, um das Lymphsystem anzuregen mehr Gifte auszuscheiden. 

Im Regelfall dauert eine Verbesserung von 0 auf 95 %, ca. 6-8 Monate, in härteren Fällen aber auch 1-2 Jahre.

Das Hauptproblem ist in vielen Fällen noch, den eigenen Hausarztes zu überzeugen, dass man an einer neuen Krankheit oder bekannten Krankheit (Borreliose) leidet, auch wenn öfters kein positiver serologischer Befund vorliegt, aber die klinische Symptomatik.

Fazit: Die schnellere Einführung von effektiveren Testverfahren und Bezahlung über die Krankenkassen wäre heutzutage dringendst nötig, sowie ein Umdenken in der Medizin.


M-R-O Author Morgellons diagnosis

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